Kalkablagerungen am Durchlauferhitzer vermeiden
Kalkablagerungen am Durchlauferhitzer sind kein reines Schönheitsproblem. Schon eine Schicht von wenigen Millimetern auf der Heizwendel verschlechtert die Wärmeübertragung deutlich. Das Gerät braucht länger, um Wasser zu erwärmen, der Energieverbrauch steigt, und im schlimmsten Fall fällt der Durchlauferhitzer ganz aus. In Mietwohnungen trifft das oft Mieter und Vermieter gleichermaßen: Der Mieter ärgert sich über schwankende Wassertemperaturen, der Vermieter über teure Reparaturen. Wer die Wasserhärte am eigenen Standort kennt, kann frühzeitig einschätzen, wie schnell sich Kalk bildet. Die Angabe steht beim örtlichen Wasserversorger oder lässt sich mit einfachen Teststreifen selbst messen. Ab etwa 14 Grad deutscher Härte sollte man regelmäßig kontrollieren, ob sich am Auslauf oder an den Anschlüssen weiße Krusten zeigen.
Für Eigenheimbesitzer gibt es wirksame technische Lösungen. Eine Enthärtungsanlage im Keller senkt die Wasserhärte dauerhaft und schützt neben dem Durchlauferhitzer auch Waschmaschine, Geschirrspüler und Warmwasserspeicher. Wer keine komplette Anlage einbauen will, kann mit speziellen Kalkfiltern oder Magnetventilen arbeiten, die zumindest einen Teil der Ablagerungen verhindern. In Mietwohnungen ist der Spielraum kleiner, weil Eingriffe in die Installation meist der Zustimmung des Vermieters bedürfen. Mieter können jedoch ohne bauliche Veränderungen aktiv werden: regelmäßiges Entkalken des Geräts nach Herstellerangabe, niedrigere Warmwassertemperaturen und der Einbau eines einfachen Durchflussfilters am Zulauf sind erlaubt und wirksam. Wer unsicher ist, welche Maßnahmen im konkreten Fall zulässig sind, findet bei pp-publico.de praktische Hinweise zu Durchlauferhitzer und hartem Wasser, die sich an Bewohner richten und zwischen Selbsthilfe und Fachbetrieb unterscheiden.
Unabhängig von der Wohnform gilt: Vorbeugen ist günstiger als reparieren. Wer den Durchlauferhitzer regelmäßig entkalkt, spart Strom und verlängert die Lebensdauer des Geräts erheblich. Ein Blick auf die Wasserhärte, ein paar einfache Filter und ein fester Reinigungsrhythmus reichen oft aus, um größere Schäden zu vermeiden. Bei stark verkalkten Geräten oder wiederkehrenden Störungen sollte man allerdings einen Fachbetrieb hinzuziehen, statt selbst mit aggressiven Entkalkern zu arbeiten. Die Investition in eine Enthärtungsanlage amortisiert sich in Regionen mit sehr hartem Wasser meist innerhalb weniger Jahre.